ALCIAT,A., EMBLEMATA cum commentariis. Padua 1621.

ALCIAT,A., EMBLEMATA cum commentariis. Padua 1621.

ALCIAT, Andreas (1492-1550), EMBLEMATA cum commentariis Claudii Minois, Francisci Sanctii Brocensis et Notis Laurentii Pignorii Patavini. Novissima hac editione in continuam unius Commentarii seriem congestis, in certas quasdam quasi Classes dispositis, et plusquam dimidia parte auctis. Opera et Vigiliis Ioannis Thulii Mariaemontani Tirol. Accesserunt in fine Federici Morelli Monita ad eadem Emblemata. Padua, apud Petrum Paulum Tozzium, ex typographia Laurentii Pasquati, 1621. Quart. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2017) Titelblatt, 1.084 S. Halbleinen (half-linen-vol.) order-no.: IC-105 ISBN 978-3-940176-30-1 lieferbar / available

325,00

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Vollständigstes aller Emblematadrucke von Andreas Alciat, insgesamt 212 Emblemata, auch mit dem verbotenem bzw. unterdrücktem Emblem LXXX: contra naturam. After being banishes from very many editions the offensive device, emblem lxxx, is again introduced, raising the number of emblems to 212. Erste Nachricht von den Emblemata ist in einem Brief Alciats vom 19. Dezember 1520 aus Avignon erhalten (Barni Nr. 5 an F. Calvo): „…Non possunt ea Elogia imprimi nisi magno cum impendio, quod omne auferrent tessellarii, , idque genus diatretarii lignique sculptores propter iconas.“ Den griffigen Namen „Emblemata“ stellte Alciat erst 1522 vor. In einem Brief an den gleichen Adressaten vom 9. Dezember 1522 (Barni Nr. 24) teilt Alciat mit: „…libellum composui epigrammaton, cui titulum feci Emblemata”. Irrtümlich wurde eine Edition von 1522 daraus gefolgert, die in der großen Bibliographie von Henry Green aufgenommen und seitdem immer wieder aufgegriffen wird. Die Editio princeps, allerdings etwas verunglückt, sehr zum Ärger von Alciat, erschien in Augsburg 1531, als er bereits an der Universität Bourges lehrte. Alciat erweiterte ständig seine Sammlung und fügte neue Emblemata an. Als Editio optima wird die Tozzi-Ausgabe Turin 1621 angesehen, die alle 212 Emblemata enthält. Ein Emblem setzt sich aus drei Teilen zusammen: ein Motto bzw. ein Sinnspruch, der möglichst kurz (nicht mehr als fünf Worte) sein soll, und der zu dem darunter gesetzten Bild (Holzschnitt) einen Widerspruch oder ein Rätsel ergibt. Unter beiden befinden sich in Versform ein Epigramm, welches das Rätsel auflöst oder zumindest wertvolle Dienste zur Auflösung leistet. Alciat hat in schöpferische Weise eine eigene Literaturgattung geschaffen, die auch sein juristisches Werk berührt. “De verborum significatione”, sein juristisches Hauptwerk, kommentiert den Digestentitel Über die Bedeutung der Worte (D.50.16). Alciat führt dort aus: “…Worte bezeichnen etwas, Dinge werden bezeichnet. Dennoch bezeichnen auch Dinge mitunter etwas, wie die Hieroglyphica bei Horus und Chaeremion. Zum Zeugnis dessen wir auch ein Büchlein verfaßt haben, dessen Titel Emblemata ist”. Das Wort “Emblemata” hat Alciat vermutlich dem Werk von Budaeus entnommen. In seinem Brief vom Dezember 1522 aus Mailand beschreibt Alciat selbst seine Werk: „In den einzelnen Epigrammen beschreibe ich etwas, das aus der Geschichte oder den Dingen in der Natur etwas Eindrucksvolles herausgreift, woraus die Maler, Goldschmiede oder Gießer jene Art von Gegenständen schaffen können, die wir Plaketten (oder Medaillons) bezeichnen und an die Hüte heften oder als Abzeichen führen, zum Beispiel den Anker des Druckers Aldus (aus Venedig), die Taube des (Baseler Druckers) Froben oder den Elefanten des Calvus, der so lange kreißt, aber nichts gebiert”.

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