ROTA ROMANA, Decisiones novae, antiquae et antiquiores. Köln 1581.

ROTA ROMANA, Decisiones novae, antiquae et antiquiores. Köln 1581.

ROTA ROMANA – Do(minorum) de rota decisiones novae, antiquae et antiquiores. Exactissime ex vetustissimis Manuscriptis Exemplaribus emendatae, & ex his compluta inserta, atque omnia ex ordine collocata. Accesserunt praeterea suo ordine in finem cuiuslibet Decisionis Do. Petri Rebuffi, Camilli Mellae, Ant. Mariae Papazon, Guliel. Realis, et aliorum Doctissimorum Virorum, Additiones. Editio postrema, longe castigatior, quam priores omnes fuerunt. Köln (Coloniae Agrippinae), Apud Ioannem Gymnicum, sub Moncerote, 1581. Quart. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2012) Titelblatt mit Druckersignet, (100), 655 S. Halbleinen. Order-no.: IC-39 ISBN 3-936840-46-6 lieferbar / available Die Rota-Rechtsprechung bestach schon im Mittelalter durch hohe Professionalität und wohlausgewogene Urteile. Die hier versammelte Rechtsprechung reicht vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. ISBN: 3-936840-46-6

245,00

Order Number: 29365AB

Der Auf- und Ausbau der kirchlichen Rechtsprechung waren eine der bedeutendsten Leistungen der Kanonistik. Höchstrichterliche und durch Instanzenzug vereinheitlichte Rechtsprechung schaffte nicht nur Rechtssicherheit, sondern wirkte auch auf die Entwicklung der Europäischen Rechtswissenschaft. Die Rota war mit hoher richterlicher Kompetenz besetzt, deren Rechtsprechung hatte hohe Akzeptanz sogar im protestantischen Raum bis in das 18. Jahrhundert. Der Sammelband erfasst die höchstrichterlichen kirchlichen Urteile vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. Die Rota Romana, das oberste päpstliche Gericht, entwickelte sich rasch zur bedeutendsten mittelalterlichen Rechtsprechung. Die Rota Romana, deren bedeutendste Sammlung hier vorliegt, war straff und sehr gut organisiert. Ende des 13. Jahrhunderts war es innerhalb der Kirche eine dauernde Einrichtung, die zunächst als Entlastung für die Päpste geschaffen war. Bereits zu den Lebzeiten von Oldradus kamen jährlich mehrere hundert Prozesse nach Avignon vor den Papst als obersten Richter der Christenheit. Viele an der Rota eingetroffenen Prozessbegehren ließ der Papst durch Beauftragte am oder beim Wohnort der betroffenen Parteien entscheiden. Sobald der Prozess aber grundlegende Bedeutung hatte, zogen der Papst oder seine Kardinäle den Prozess an die Rota in Avignon. Die Hauptmasse der Prozesse, die dieser Konsilienband repräsentiert, waren anhängig vor den Rota-Richtern. Diese waren rechtskundige, studierte (rechtsgelehrte) Personen am päpstlichen Hof, die hauptsächlich damit befasst waren, im Auftrag des Papstes Prozesse zu führen und Entscheidungen zu fällen. Jeder dieser beauftragten Richter führte und entschied die ihm aufgetragenen Prozesse allein. Aber um sich gegenseitig Ratschläge zu geben und schwierige Rechtsfragen miteinander zu diskutieren, trafen sich die Richter regelmäßig im neuerbauten päpstlichen Palast zu Avignon. Diese Beratungen fanden in einem runden Saal neben der Audienzhalle statt, die “Rota” genannt wurde, weilt dort im Fußboden ein radförmiges Muster eingelegt war. Aus diesem Grund nannte man die Richter “die Herren bzw. Richter von der Rota”. Berichte und Informationen über die in der Rota diskutierten Rechtsfragen fanden schon im 14. Jahrhundert lebhaftes Interesse in ganz Europa. Spätere, von den Richtern selbst angelegte Sammlungen, die Quaestiones motae in Rota, haben sich ab 1378 in mehreren hundert Handschriften über ganz Europa verbreitet. Bedeutendste Rechtsprechungssammlung des wichtigsten mittelalterlichen Gerichtes! – Most important collection of legal verdicts of the important mediaeval court!

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