CUJAS,J., Recitationes Solemnes in Codicem, Frankfurt 1597.

CUJAS,J., Recitationes Solemnes in Codicem, Frankfurt 1597.

CUJAS, Jacques, Recitationes Solemnes in quartum, quintum, sextum, septimum octavum & nonum libros Codicis. Opus praeclarum ac iuridicae reipubl. utilissimum, ita et bono antecessorum iuris ac studiosorum, nunc primum iure publico donatum. Frankfurt am Main, Ex officina Paltheniana, Sumtpibus haeredum Petri Fischeri, 1597. Quart. Titelblatt mit Druckersignet, (6), 1.182, (122) S. Gut erhaltener, zeitgenössischer Pergamentband mit vier durchgezogenen Bünden aus dem Jahre 1601 und rotem Buchschnitt.

1.100,00

Order Number: 2629HB

Der Frankfurter Drucker und Verleger Zacharias PALTHENIUS, geboren 1570 in Friedberg, übernahm 1594 die Druckerei von Johannes Wechel, der von 1581 bis 1593 danach noch ein Jahr seine Witwe Bücher herstellte. Palthenius hatte bei Hermann VULTEJUS (1555-1634) in Marburg studiert, der seit 1580 dort einen Lehrstuhl inne hatte. Vultejus hielt sich längere Zeit in Genf auf, wo er den bedeutenden französischen Rechtsgelehrten Hotman und den italienischen Juristen Julius Pacius kennenlernte. Während seines Aufenthaltes in Italien durfte er sogar in den berühmten Codex Florentinus einsehen. Vultejus war fasziniert von dem großen französischen Rechtsgelehrten Jacques Cujas und führte die ramistische Lehrmethode in Deutschland ein. Nach seinem Rechtststudium wurde Plathenius Notar und war auch für die Wechelsche Druckoffizin tätig. Als er die Druckerwerkstatt übernahm druckte er oftmals unter dem Namen: “Collegium Musarum Palthenianum”. Nach seinem Tode, wohl 1614, führten seine Erben die Druckerei weiter. Im September (oder Oktober) 1590 starb Frankreichs größter Rechtsgelehrter Jacques CUJAS (1520-1590) in Bourges, der berühmten Reformuniversität. Cujas war schon zu Lebzeiten Legende und seine Werke wurden in ganz Europa reziüiert, natürlich auch gedruckt. Nach seinem Tode erschienen eine Reihe von Raubdrucken bzw. nicht mit Privilegien ausgestatteten Drucken, etwa die von Palthenius. Im Vorwort, das er schnell “raptim” am 6. September 1596 formuliert hat, gibt Palthenius Rechenschaft über das Vorhaben, das mit großer Zustimmung Vultejus “tanto applausu Vultei” verlegt wurde.

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