BUTRIGARIUS,J., Super Codice et Digesto Veteri. Paris & Rom 1516-1606.

BUTRIGARIUS,J., Super Codice et Digesto Veteri. Paris & Rom 1516-1606.

BUTRIGARIUS, Jacobus (um1274-1347), Super Codice et Digesto Veteri. Super Codice subtilissima lectura. Additiones Petri de Vergnia – Repertorium – Juris civilis Renunciationes in contractibus – In rpimam et secundam Veteris Digesti partem. Paris & Rom, Joannes Parvus, 1516-1606. Groß-Folio (Originalgröße). (I: Codex) CXVI gez. Bll.; (II:) 436, (32) S. 2 Teile in einem Halbleinenband. Order-no.: IC-447 ISBN 978-3-86303-600-3 lieferbar / available

275,00

Order Number: 503DB

Bartolus de Saxoferrato hatte zwei wichtige Rechtslehrer, den feinsinnigen Cinus de Pistoia, und auch Jacobus Butrigarius. Die schillernde Persönlichkeit von Cinus, selbst Poet und mit anderen Poeten wie Dante befreundet, ist dem Rechtshistoriker weit mehr bekannt als Butrigarius, sein Zeitgenosse. Butrigarius, in Bologna 1274 geboren, studierte in seiner Heimatstadt und wird dort bereits 1293 als Notar geführt. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wird Butrigarius auch als Doktor legum erwähnt. Er lehrte zeitlebens in Bologna und starb 74jährig am 9. April 1348 an der Pest, die in diesem Jahr in ganz Europa wütete und in Bologna auch seinen berühmten Kollegen Johannes Andreae dahinraffte. Besonders im Codexkommentar, der wie bei Cinus im Mittelpunkt seines Schaffens steht, ist die Methodik auffällig, deren Butrigarius sich befleissigte. Butrigarius sucht eine Straffung und Konzentrierung in der Kommentierung zu erreichen. Er selbst nennt diese Quintessens der Rechtseröterung “dictum”, dem er oftmals noch gegenteilige Meinungen folgen läßt. Butrigarius arbeitet auch häufig die ratio legis heraus und beschäftigt sich intensiv mit den casus legis. Cinus und vor allem Butrigarius liefern Methodik und damit das Rüstzeug für das große Werk von Bartolus de Saxoferrato. Die Kommentatoren haben mit Butrigarius ihre Methode der Kommentierung gewonnen, die dann Bartolus zur Reife und damit zum Höhepunkt führte. Butrigarius steht der zeit der Glosse noch sehr nahe und folögt meist dem Ductus der Glosse: solve ut in glossa.

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