ANTONIUS de Butrio (1338-1408), Super quinque libris Decretalium. Venedig 1501.

ANTONIUS de Butrio (1338-1408), Super quinque libris Decretalium Commentaria. Super primo libro Decretalium. Antonius de butrio super secun do libro decretalium – Antonius de butrio super tertio libro decretalium. – Antonius de butrio super quarto libro decretalium. – Antonius de butrio super quinto libro decretalium. Venedig, Impressum per Joannem & Gregorium de Gregoriis fratres, 1501, 1. Januar -1503. Quart. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2014) (I,1.: & I,2:) Titelblatt, 197 ungezählte Blätter; 148 gezählte Blätter; (II:) Deckblatt, 199gez. Bll., 199gez.Bll. (III:) Titelblatt, 225 gezählte Blätter mit Druckersignet am Schluß des Bandes; (IV:) Titelblatt, 67ungezählte Blätter mit Druckersignet ad finem; (V:) Titelblatt, 153 gezählte Blätter. (Zusammen 1.188 Bll. oder 2.380 S.) 5 Teile in 3 zeitgemäßen Halbleinenbände. Order-no.: IC-73 ISBN 978-3-86303-381-1 lieferbar In der Reihe der großen Kanonisten des 14. Jahrhunderts nimmt ANTONIUS de Butrio einen wichtigen Platz ein.

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Bestellnummer: 437DB

Antonius de Butrio (1338 – 4.10.1408) studierte in Bologna, sein kanonistischer Lehrer war vor allem Petrus de Ancherano. Im Jahre 1386 begann er mit legistischen Vorlesungen. Nach seiner kanonistische Promotion am 12.Juli 1387 wurde er am 17.Juni 1391 zum außerordentlichen, am 19.November 1399 zum ordentlichen Professor in Bologna ernannt. In den Jahren 1387 – 1408 war er als Professor für Kanonistik in Bologna mit folgenden Unterbrechungen tätig: 1390-91 in Perugia, 1393-1400 in Florenz, 1402-1403 in Ferrara. Antonius de Butrio war glänzenden Rechtslehrer. Sein Vortrag zog eine große Zahl von Studenten an, seine wichtigsten Schüler wurden berühmte Kanonisten: Franciscus Zabarella und Dominicus de S. Geminiano. Bologna war im 13. und 14. Jahrhundert das Zentrum schlechthin für die kanonistische Rechtslehre. In Lehre und Wissenschaft prägte die Universität in der Kanonistik ganz Europa. Antonius de Butrio hat aber auch Bedeutung erlangt, weil er zeitlebens Laie geblieben ist und als einer der ersten großen Kanonisten ohne kirchliche Weihe und Ämter gelten darf. Sein Nachruhm läßt ihn ohne Zweifel als einen der großen Kanonisten gelten. Seine Zeitgenossen waren weniger objektiv, insbesondere seine Zeit in Perugia verlief nicht sehr glücklich, so beschimpfte Baldus de Ubaldis ihn als eine „humana bestia“. Das zweite und dritte Buch entält die Allgemeine Vertragslehre und Zins und Wucher, das vierte Buch der Dekretalen enthält das Ehe- und Familienrecht. Bedeutsam vor allem deshalb, weil es eines der umstrittensten Gebiete dieser Zeit war und eindeutig dem kanonistischen Bereich zuzuordnen ist. Das letzte Buch der Dekretalen hat vor allem den Strafprozess (Inquisitionsverfahren) und das Strafrecht zum Inhalt. Der Inquisitionsprozeß entstand im 13.Jahrhundert und war ein wirksames Mittel der katholischen Kirche in der Verfolgung vor allem der Häretiker und später der sog.Hexen. Bei allen Krudelitäten dieses Prozesstypus, vor allem was Tortur und Folter betrifft, so war er doch Vorblid für den Strafprozess und rechtshistorisch außerordentlich folgenreich. Antonio de Butrio, an Italian commentator and canonist, Professor at Bologna and Florence, was the leading canonist in the 14th century. His colossal commentary about the Decretales Gregroii IX. After studying at Bologna, He begun with lectures in 1386. Later, He was Professor of Canon law at Perugia, Florence and Ferrara, most of the time at Bologna, the centre of canon law in the 14th century. Antonio was the first layman, who teached canon law in the universities of the later medieval century. Coing, Handbuch I, 381(K.W.Nörr) mit weiteren Angaben.

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