BOLOGNINUS,L., Repetitio in § Cato-Interpretationes-Syllogianthon. Bologna

BOLOGNINUS,L., Repetitio in § Cato-Interpretationes-Syllogianthon. Bologna

BOLOGNINUS, Ludovicus (1446-1508), Repetitio in § Cato – Interpretationes Novae – Syllogianthon. Pars prima et secunda. Bologna, Franciscus dictus Plato de Benedictis & Ugo Rugerius, 1486, 10. Januar – 1495. Folio. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2017) Insgesamt 785 S. (I:) 14ungez. Bll.; (II:) 182, 22, (20) gezählte Blätter. (III:) 152gez. Bll. 3 Teile in einem Halbleinenband. Order-no.: IC-446 ISBN 978-3-86303-302-6 lieferbar / available Bedeutendster Jurist der Übergangsphase vom Mittelalter zur Neuzeit, erste textkritische Studien!

425,00

Order Number: 3773HB

Alexander Tartagnus hatte zwei bedeutende Schüler, von denen der eine, der Mailänder Jason de Mayno als letzter großer Kommentator angesehen wird. Dessen Großkommentar zum corpus iuris civilis umfasst noch die wichtigsten Teile: Digestum Vetus, Infortiatum, Digestum Novum & Codex Iustinianus. Ein zweiter wichtiger Schüler, der Bologneser Ludovicus Bologninus, von Savigny kaum beachtet, wohl deshalb auch etwas unterbewertet, betrat Neuland in der Kommentierung des corpus iuris civilis. Bologninus, geborener Bologneser, studierte in seiner Heimatstadt Bologna, neben legistik bei Alexander Tartagnus auch Kanonistik bei Andreas de Barbatia. 1469 schloss er das Rechtsstudium mit dem Licentiat im September und nur ein Monat später wurde er zum Doctor iuris utriusque promoviert. Danach begann er Vorlesungen zu den Institutionen zu halten. 1473 folgte der Wechsel nach Ferrara, wo Bologninus zum Digestum Vetus las und zugleich ein Richteramt bekleidete. 1490 kehrte er nach Bologna zurück und machte dort die Bekanntschaft mit Angelo Poliziano, der als einer der wenigen den berühmten Codex Florentinus kollationieren durfte. Daraus entstand die unvergleichlich wichtige Publikation mit seiner Darstellung der berühmten Digestenstelle § Cato auf der grundlage des Textes des Codex Florentinus, ein damals sensationeller Druck von wenigen Seiten. In der kritischen Betrachtung der Rechtsquellen liegt die besondere Bedeutung von Bologninus; es ist der Beginn der textkritischen Studien an den Digesten. Sein Hauptwerk, die Interpretationes novae, folgen noch der Einteilung der Digesten: Digestum Vetus, Infortiatum, Digestum Novum, Codex Iustinianus und Autehnticum, am Ende folgen weniger umfangreich die päpstlichen Rechtsbücher. Auch hier folgt Bologninus seinem neuen Ansatz, der kritischen Betrachtung aufgrund des Vergleichs der Textgrundlage, vor allem mit dem Codex Florentinus.

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