PAULUS de Castro (gest. nach 1441), Consilia. 2 Bde., Frankfurt am Main 1582.

PAULUS de Castro (gest. nach 1441), Consilia. 2 Bde., Frankfurt am Main 1582.

PAULUS de Castro (gest. nach 1441), Consilia Pauli de Castro volumen primum (…tertium). Hac novissima vero editione ab innumeris erroribus… comperiebantur M.D. Leonardi a Lege…summo studio vindicata. Frankfurt am Main, Apud Ioan. Feyerab. Impensis Sigismundi Feyerabendt, 1582. Folio. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2014) (I:) Ttlbl.mit Druckersignet, 246, (16) gezählte Blätter; (II:) Ttlbl. mit Druckersignet, 230, (12) gez.Bll.; (III:) Ttlbl. mit Druckersignet, 39, (6) gez.Bll. (=1.100 S.) 3 Teile in 2 Halbleinen-Bänden. Order-no.: IC-67 ISBN 3-936840-06-7 lieferbar / available Unter allen Kommentatoren war er der wichtigste „Konsiliator“ überhaupt. Dies liegt auch an der Qualität seiner Rechtsgutachten (consilia).

420,00

Order Number: 29361AB

Paulus de Castro sammelte in diesem Band Rechtsgutachten, die er bis zum Jahre 1440 erstellt hat. Die Epoche der Kommentatoren zeichnet sich durch eine umfangreiche Konsilienliteratur aus, Wieacker wollte deshalb von einer Epoche der Konsiliatoren sprechen. Paulus de Castro ist unter den Legisten der herausragende Konsiliator. Für Deutschland wichtig und für die Rezeptionsgeschichte des Römischen Rechts ein Markstein ist, daß die “consilia” von Paulus de Castro der erste Sammelband von Konsilien überhaupt ist, der in Deutschland verlegt worden ist (Nürnberg 1485). PAULUS DE Castro (um 1370-gest.nach 1441), geboren um 1370 zu Castro, war Schüler von Baldus de Ubaldis in Perugia. In Avignon wurde er zum Doctor urtriusque iuris promoviert und war danach an vielen Universitäten Professor der Rechte: Siena (1390), Avignon (1394-1412), Bologna, Perugia und Padua (1429). Im Jahre 1416 war er maßgebend an den Arbeiten zur Reformation der Statuten von Florenz beteiligt. Sein Wirken in der Rechtspraxis begründete auch über Jahrunderte seinen weltweiten Ruhm. Savigny rühmt die wissenschaftliche Vorgehensweise von Paulus de Castro, bei dem er sogar ansatzweise eine kritische Behandlung der Rechtsquellen zu beobachten glaubt. So benutzte Paulus de Castro eine alte Handschrift der Pandekten, die zu dieser Zeit in Avignon und seit dem 18. Jahrhundert im Vatikan aufbewahrt wurde. Er hat den vollständigsten Kommentar im 15. Jahrhundert zum corpus iuris civilis geschaffen. Er beruht zu wesentlichen Teilen auf den Vorlesungen, die Paulus de Castro während seiner Lehrjahre an den Universitäten zu Padua und Avignon gehalten hatte. Coing, Handbuch I, 376 & 340.

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