ALBERICUS de Rosate, In Statutorum materia tractatus. Lyon 1529

ALBERICUS de Rosate (ca. 1290-1360), Singularis in Statutorum materia tractatus: ipsiusque Baldi et Bartoli circa dictam materiam regulae non vulgaris cum contradictionibus ipsius Bartoli. Lyon, Per Vincentium de Protonariis, impressum per Joannem de Cambray alis moylin, 1529, 15. Mai. Quart. (Reprint Vico Verlag Frankfurt am Main 2012) 4 S., 139, (6) gezählte Blätter (=294 S.) Halbleinen. Order-no.: IPR-35 (2nd series-1) ISBN 978-3-86303-247-0 lieferbar Erste systematische und umfassende Abhandlung zur mittelalterlichen Statutentheorie, verfasst zwischen 1350 und 1360.

175,00

Bestellnummer: 29322AB

Albericus de Rosciate ist der einzige Rechtsgelehrte unter den großen Kommentatoren, der nie ein Lehramt ausgeübt hat. Sein ganzes Leben lang war er in der Rechtspraxis tätig und verfasste doch eine Reihe von großen Werken. Mit den Statuten war Albericus mehrfach beschäftigt. Schon bei der Überarbeitung der Stadtstatuten von Bergamo war Albericus federführend. Die Statutentheorie von Bartolus übernahm er in seinem Codexkommentar. Das Problem der Statutentheorie macht Albericus deutlich an einem Testament eines Bürgers von Bergamo, der dieses in Venedig errichtet hat und sich nun die Frage stellt, ob bei der Erfüllung des letzten Willens das Venezianische oder das Bergamesische Recht gilt: secundum consuetudinem Venetorum, an possit Bergomi habere effectum. Albericus verfasste als einziger im Mittelalter ein Werk zu den Statuten: opus statutorum, das erstmals in Como 1477 gedruckt wurde. Das Werk von Albericus de Rosate sammelt den gesamten juristischen Meinungsstand zur Statutentheorie im 14. Jahrhundert. curriculum vitae Alberici um1290: in Rosciate in der Nähe von Bergamo geboren Rechtsstudium in Padua Lehrer: Richardus Malumbra & Oldradus da Ponte Promotion, jedoch keine Übernahme eines Lehramtes nach 1310: Advokat in Bergamo Mitglied der Kommission zur Umarbeitung der Statuten von Bergamo 1337-38: Reise nach Avignon an den Hof von Papst Benedikt XII. im Auftrag von Luchinus Visconti, Herzog von Mailand und Johannes Visconti, Bischof von Novara 1340-41: erneute Reise nach Avignon Aufgabe der Advokatur wegen der Niederschrift seiner exegetischen Werke 1350: Reise mit seinen Söhnen nach Rom aus Anlass des kirchlichen Jubiläumsjahres 1360: gestorben am 14. September.

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