ALBERICUS de Rosate (um 1290-1360), Dictionarium Iuris, Venedig 1581.

ALBERICUS de Rosate (um 1290-1360), Dictionarium Iuris tam Civilis, quam Canonici. Per Io. Franciscum Decianum, ex variis tum antiquorum tum iuniorum commentariis, nec non consiliis excerptis. Venedig, sub signo Aquilae renovantis, 1581. Quart. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2012) Titelblatt mit Druckersignet, 372ungezählte Blätter. Halbleinen. Order-no.: IC-100 ISBN 3-936840-18-0 lieferbar / available Erstes Rechtslexikon des in der Rechtspraxis bewunderten Rechtsgelehrten aus Bergamo, der die Rechtsenzyklopädie um 1350 zusammengestellt hat.

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Alberico di Rosciate, a leading Italian jurist, a commentator and author of the very important „Dictionarium Iuris“. His commentary of the Codex Iustinianus is the best in the 14th century, Savigny called the Commentary the leading one in the epoch of Commentators. His Tractatus in Statutorum materia was the first doctrinal treatise on Private International Law. ALBERICUS DE ROSATE (ca.1290-1360), geboren im heutigen Rosciate in der Nähe von Bergamo, stammte aus einer vornehmen Familie von Richtern und Notaren, studierte und wurde in Padua bei Oldradus da Ponte (gest. 1335) promoviert. In Bergamo arbeitete er ab 1320 in der Rechtspraxis, war Mitarbeiter an den dortigen Statuten und stand auch in den Diensten für die Herzöge von Mailand. Mehrfach war er als Jurist am Hofe von Papst Benedikt XII. tätig; so 1337-1338 und 1340-1341 im Auftrage der Mailänder Herzöge Luchino und Giovanni Visconti. Albericus zog sich aus der Rechtspraxis zurück, um sich einer ausgiebigen wissenschaftlichen Tätigkeit zu widmen. Eine letzte Nachricht von seinem Leben ist aus dem Jahre 1350 erhalten, wo er sich mit seinen Söhnen zum Jubiläumsjahr in Rom aufgehalten hat. Er starb am 14. September 1360 in Bergamo. Ursprünglich verfasste Albericus ein Rechtslexicon für das zivile und eines für das kanonische Recht, die später von einem unbekannten Bearbeiter zusammengeführt worden sind und als Dictionarium iuris Alberici bekannt wurde. Das alphabetisch nach Schlagwörtern angelegte Rechtslexikon „rappresenta il primo grande tentativo lessicografico in campo giuridico“ (DBI)Das Lexikon ist umfassend angelegt: Legistik und Kanonistik, gelehrte Schlagworte, Ansammlung von Rechtsregeln und rechtspraktische Orientierung sowie eine Fülle vopn Autoren und Rechtsquellen bietet das Lexikon in einem Band. Darüberhinaus nutzte Albericus das Werk zur Mitteilung autobiographischer Notizen. Das Dictionarium iuris spiegelt die mittelalterliche Rechtslehre in all ihren Facetten Mitte des 13. Jahrhunderts wider. Savigny VI, 126f.; Schulte II,245f.; Diz. Biogr. Ital. I (1960), 656 f. (Prosdocimi); Coing, Handbuch I,272 (Horn).

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