SAVIGNY,F.C.v., Vom Beruf unsrer Zeit für Gesetzgebung. 3.A. Heidelberg 1840.

SAVIGNY,F.C.v., Vom Beruf unsrer Zeit für Gesetzgebung. 3.A. Heidelberg 1840.

SAVIGNY, Friedrich Carl von, Vom Beruf unsrer Zeit für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft. Dritte Auflage. THIBAUT, Anton Friedrich Justus, Ueber die Notwendigkeit eines allgemeinen bürgerlichen Rechts für Deutschland. (dritte Auflage) – August Wilhelm REHBERG, Ueber den Code Napoléon und dessen Einführung in Deutschland. Hannover, bey den Gebrüdern Hahn, 1814. – Karl Hermann SCHEIDLER, Deutscher Juristenspiegel. Heidelberg, Leipzig u.a. Verlag von J. C. B. Mohr u.a., 1804-1840. 8vo. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2016) IX, 197 S.; 124 S; XVI, 319 S. 3 Teile in einem schönen zeitgemäßen Halbleinenband mit Buntpapierüberzug auf den Buchdeckeln. Order-no.: Sav-16 ISBN 978-3-86303-576-1 lieferbar / available

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Erweiterte dritte Auflage der berühmten Streitschrift von Savigny zur Kodifikationsfrage! F.C.v.Savigny, Stimmen für und wider neue Gesetzbücher (Thibaut – Feuerbach – Pfeiffer – Almendingen. – Stimmen der Gegner neuer Gesetzbücher (Hugo – Schrader) Analyse des observations des tribunaux d`appel et du tribunal de cassation sur le project de code civil. (1802) Inhalt des Deutschen Juristenspiegels über Wesen und Bedeutung des positiven Rechts: I.P.J.A:FEUERBACH,Ueber die Idee der Gerechtigkeit und die hohe Würde des Richteramts (Nürnberg 1817) II.FEUERBACH, Ueber positive Rechtswissenscahft und die Nothwendigkeit des positiven Rechts. (Landshut 1804) III.Justus MÖSER, Ueber den wichtigen Unterschied des wirklichen und öfmlichen Rechts. (Berlin 1842) IV.A.F.J. THIBAUT, Ueber die Nothwendigkeit eines allgemeinen bürgerlichen Rechts für Deutschland (Heidelberg 1814). – Beilagen: Noch einige Worte Thibauts wider die Ueberschätzung und über den verderblichen Einfluß des Justinianeischen oder s.g. heutigen römischen Rechts, sowie über die Einseitigkeiten der ms.g. historischen Rechtsschule V.FEUERBACH, Ueber historische Rechtsgelehrsamkeit und einheimische deutsche Gesetzgebung (Leipzig 1816) VI.K.Th. WELCKER, Schandgemälde der gemeinen deutschen positiven Juristerei und Juristenkaste (Heidelberg 1818). „Vom Beruf unserer Zeit für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft“ erschien im Herbst des Jahres 1814 im legendären Verlag Mohr und Zimmer in Heidelberg, der viele Werke der Romantiker und auch juristische Publikationen, etwa auch von Thibaut, in seinem Verlagsprogramm hatte. Zimmer, der mit Savigny befreundet war, wurde später Pastor und Mohr gründete den heute immer noch sehr angesehenen wissenschaftlichen Verlag J. C. B. Mohr, der später in Tübingen ansässig wurde. Zwei politische Ereignisse bestimmten im Vorfeld der Publikation von Savigny den weiteren Gang der Ereignisse auch innerhalb der Rechtswissenschaft. Die Niederlage von Napoléon Bonaparte in der Völkerschlacht bei Leipzig vom 16. bis 19. Oktober 1813 warf zugleich die Frage auf, wie mit dem Code Napoléon (Code civil von 1804) umzugehen sei, der in fast ganz Europa Geltungskraft erlangt hatte. Und bereits im Vorfeld des bevorstehenden Wiener Kongresses, der dann zwischen dem 18. September 1814 und dem 9. Juni 1815 stattfand, gab es Gerüchte über die Einführung von Gesetzbüchern im Rahmen der europäischen Neuordnung. Über die Einzelheiten des Wiener Kongresses war Savigny durch Jakob Grimm, der auf dem Wiener Kongress zugegen war, wohlinformiert. Zwei literarische Ereignisse beeinflussten Savigny und bestimmten den Gang seiner Publikation. Im Dezember 1813 verfasste August Wilhelm Rehberg (1757-1836) aus Anlass der Niederlage Napoléons eine rechtspolitische Schrift: „Über den Code Napoléon und dessen Einführung in Deutschland“, zu der Thibaut zu Beginn des Jahres 1814 eine ausführliche Rezension verfasste. Kurz gefasst, fordert Rehberg nach dem Sturz Napoléons die Aufhebung des Code Napoléon als Gesetz und die Rückkehr zu den alten Zuständen, wie sie vor der Einführung des französischen Gesetzbuch geherrscht haben, also eine Restauration der alten Verhältnisse. In einer umfangreichen Rezension antwortete Thibaut im Januar 1814 mit seiner Forderung nach einem nationalen Gesetzbuch. Wenige Wochen später verfasste er auf der Grundlage der Rezension eine kleine „Flugschrift“, die er in Heidelberg bei Mohr und Zimmer publizierte. Der Standpunkt von Thibaut in der Kodifikationsfrage ist möglicherweise zu sehr im Hinblick auf Savignys Streitschrift fokussiert worden. Deutlich wird bei der Rezension von Rehbergs Buch, dass Thibaut auf jeden Fall einen Rückfall in alte Verhältnisse, in eine Restauration, verhindern wollte. Auch der Code civil ließ in Frankreich die alte Ordnung überwinden und den Blick nach vorne auf eine Neuordnung der bürgerlichen Gesellschaft richten. Und die Ausrichtung Savignys und der historischen Schule auf den Aufbau eines Privatrechtssystems konnte im Jahre 1814 noch niemand voraussehen. Das erklärt vielleicht, warum Thibaut 1828 so spät und kommentarlos sein Lehrbuch auf das Privatrecht ausgerichtet hat. Niemand gibt gerne seine Irrtümer zu.

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