ALBRECHT,W.E.(1800-1876), Die Gewere. Königsberg 1828. (ND)

ALBRECHT,W.E.(1800-1876), Die Gewere. Königsberg 1828. (ND)

ALBRECHT, Wilhelm Eduard (1800-1876), Die Gewere als Grundlage des ältern deutschen Sachenrechts. Königsberg, Gebrüder Bornträger, 1828. 8vo. VIII, 316 S. (Neudruck Scientia Aalen 1967) Lwd.

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W. E. Albrecht (1800-1876), studierte kurz in Königsberg, hauptsächlich aber bei seinem “Lehrer und Meister” Eichhorn in Göttingen und promovierte dort, als Hugo Dekan war, am 1. April 1822. Danach wandte er sich zunächst nach Berlin, um SAVIGNY zu hören und befreundete sich dort mit Homeyer. 1824 habilitierte er sich in Königsberg, wurde dort ein Jahr später Extraordinarius und im Janua 1829 zum ordentlichen Professor für deutsches Recht befördert. Im gleichen Jahr wurde er nach Göttingen berufen als Nachfolger von Eichhorn und auf dessen Vorschlag. Dort erhielt er die venia legendi für deutsches Recht, Staats- und Kirchenrecht. Ostern 1830 begann Albrecht seine erfolgreiche Lehrtätigkeit, die am 12. Dezember 1837 durch ein königliches Reskript ein Ende fand. Albrecht war einer der “Göttinger Sieben” , die im Zuge des Hanovverschen Verfassungsstreit die Universität verlassen mussten. 1840 wurde er nach Leipzig berufen, zwei Jahre später nach Heidelberg und schließlich erfolgte 1848 die Rückberufung nach Göttingen. Eichhorn und Albrecht markieren die Frühblüte der Germanistik, die literarisch einen ersten Höhepunkt mit der Monographie “Die Gewere” erlebte. “Es ist die erste dauernd mustergültig gebliebene germanistische Monographie.” (Stintzing-Landsberg) Ein viertel Jahrhundert nach Savignys großer Monographie von Savigny mit dem Besitz beschäftigen sich die Germanisten mit diesem grundlegende sachenrechtlichen Thema. ALbrechts Werk ist kein Gegenentwurf zu Savignys`Opus: “Höchstens mag jenes Werk dem Germanisten Mahnruf gewesen sein, auch seine Wissenschaft zu gleicher Höhe zu erheben, darzutun, daß auch für das deutsche Recht und mit dessen Stoff sich ähnlich Vollendetes aufbauen lasse.” Die “Gewere” ist seit den Monographien Albrechts und später Heuslers zum zentralen Rechtsbegriff im älteren deutschen Sachenrecht geworden. Die Übertragung der Sachherrschaft findet ihren nicht ganz geklärten sprachlichen Begriff der Gewere, deren Bedeutung mit “Einkleidung in den Besitz” wohl am besten wieder gegeb wird. Die possessio im römischen Recht ist durchaus vergleichbar mit der Gewere, die allerdings viel umfassender im deutschen Recht aufgefasst wird. In der Rezeption ist der römischrechtliche Begriff übernommen worden, erfuhr zwar Modifikationen, aber der Gewerebegriff ging verloren, bis er durch Albrecht und Heusler ine Renaissance erlebte und in den Mittelpunkt deutschrechtlichen Forschens gerückt wurde. Allgemeiner Theil Bedeutung der Worte Gewere; Gewere in der Bedeutung von Besitz; Die juristische Gewere; Recht der Gewere an Immobilien Besonderer Theil Erstes Kapitel: Gewere im Gebiete des Landrechts Zweites Kapitel: Gewere im Gebiete des Lehen= und Hofrechts

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