THIBAUT,A.F.J.(1772-1840), System des Pandektenrechts, 1.A., Jena 1803.

THIBAUT,A.F.J.(1772-1840), System des Pandektenrechts, 1.A., Jena 1803.

THIBAUT, Anton Friedrich Justus (1772-1840), System des Pandekten-Rechts. Jena, bey Johann Michael Mauke, 1803. 8vo. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2015) 554, 396, (10) S. (= zus.: 960 S.) Hlwd. Bestellnr.: Sav-113 ISBN:978-3-940176-65-3 lieferbar / available

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A. F. J. Thibaut (1772-1840) legte mit seinem Pandektenlehrbuch die erste erfolgreiche und nach eigenem System geordnete Darstellung des Pandektenrechts vor. Insgesamt steht das Lehrbuch dem 18. Jahrhundert noch nahe, was auch an dem Einschluß von einzelnen Teilen des öffentlichen Rechts deutlich wird. Im allgemeinen Teil werden zunächst die Lehre von den Rechtsquellen, insbesondere von den Gesetzen, dann von Rechten und Verbindlichkeiten, die Rechtssubjekte und die Gegenstände der Rechte sowie deren Besitz behandelt. Im Besonderen Teil folgt dann: A. Grundzüge des öffentlichen Rechts und des Familienrechts. B. Das Privatrecht, das die dinglichen Rechte, das Erbrecht, danach die besonderen Obligationenrechte und die Beendigung der Rechte behandelt. Thibaut bahnte mit diesem Werk den Weg der Pandektenwissenschaft. Sein Lehrbuch stand neben Savignys Arbeiten bis Mitte des 19. Jahrhunderts beinahe in gleicher Weise in Ansehen und wurde an allen Universitäten benutzt. Thibaut war auch der Antipode im Kodifikationsstreit, als Thibaut 1814 ein allgemeines Gesetzbuch für Deutschland forderte und damit die Entgegnung von Savigny ?Vom Beruf unserer Zeit” herausforderte. Auch in der Rechtsdogmatik wirkte Thibaut prägend, etwa in seiner Darstellung der Irrtumslehre, die bahnbrechend war für das gesamte 19. Jahrhundert, auch für Savigny. Das Lehrbuch erschien in schneller Folge und erlebte in der achten Auflage 1834 die letzte. Die erste Auflage zeigt noch den unmittelbaren Thibaut, den Wegbereiter der Pandektistik vom 18. zum 19. Jahrhundert und gerade das Erscheinungsdatum 1803, dem Jahr des Ersterscheinens von Savignys Recht des Besizes, wirkt prophetisch. 1772: geboren am 4. Januar in Hameln 1792: Beginn des Rechtstsudiums in Göttingen 1793: Fortsetzung in Königsberg, wo er auch Immanuel Kant hörte 1794: Wechsel und Beendigung des Studiums in Kiel 1796: Dort auch Promotion und Habilitation 1798: Extraordinarius in Kiel 1801: Ernennung zum Ordinarius für römisches Recht 1802: Wechsel nach Jena 1805: Annahme eines Rufes an die Universität Heidelberg 1814: Streitschrift zur Kodifikationsfrage 1840: gestorben am 28. März in Heidelberg. ADB XXXVII, 737-744 (E. Landsberg); Stintzing-Landsberg III,2/ 69-88 (Noten: 29-37); Kleinheyer-Schröder, 2.A. 1996. S. 420-424 mit vielen weiteren Literaturangaben.

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