ABBAS Antiquus (um 1225-1296), Lectura aurea, Straßburg 1510.

ABBAS Antiquus (Bernardus de Montemirato) (um 1225-1296), Lectura aurea domini Abbatis antiqui super quinque libris decretalium. Straßburg, Gedruckt von Johannes Schott, 1510. 4to. (Reprint Vico Verlag Frankfurt am Main 2014) Titelblatt mit Holzschnittbordüre, 225, (1) gezählte Blätter (460 S.) Halbleinen (half-linen). order-no: IC-34 ISBN 3-936840-41-5 lieferbar / available ISBN: 3-936840-41-5

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Very famous and rare commentary of Decretales Gregorii IX. – Bedeutendster Dekretalenkommentar des 13. und frühen 14. Jahrhunderts, ein Werk von hoher Schnittmege von Kanonistik und Legistik! Bekannt unter dem Namen Abbas antiquus zur Unterscheidung des 200 Jahr später wirkenden Abbas modernus (=Nicoalus de Tudeschis) (vgl. IC-105) verfasste Bernardo de Montemirato (um 1225-1296) einen berühmten und als Druckausgabe extrem seltenen Dekretalenkommentar, die zwischen 1259 und 1266 vollendete Lectura aurea. ABBAS ANTIQUUS um 1220: geboren in Montmirat in der Nähe von Nimes, trat in das Benediktiner Kloster Aniane in der Nähe von Montpellier ein. 1240: bis 1250 studierte er in Bologna Rechtswissenschaften 1259: bis 1266 lehrte er kanonisches Recht. Anschließend war er unter verschiedenen Päpsten im Dienst der Kirche bis ihn Papst Bonifaz VIII. in das Kloster Montecassino berief. 1296: gestorben am 20. Juli oder 8. August 1296. Die Lectura aurea kann als eine Ergänzung der Glosse ordinaria zu den Dekretalen von Bernardus de Botone Parmensis (gest. 1266) angesehen werden. Die Glosse wird ständig zitiert, erweitert, ergänzt oder auch verbessert. Die Besonderheit seines Kommentars liegt nicht nur in der Präsentation der kanonistischen Literatur und Quellen, sondern auch in der Verarbeitung der legistischen Quellen von Azo bis Accursius. Die Lectura ist nur einmal, Straßburg 1510, gedruckt worden, ansonsten existieren eine Reihe von Handschriften. Bis zum Auftreten von Abbas modernus Panormitanus war der Kommentar von höchster Autorität und gibt einen wunderbaren Einblick in den hohen Standard der Kanonistik Mitte des 13. Jahrhunderts. Rechtslitertaur: COING, Helmut, Handbuch Vol. I. München 1973, S. 378 (Knut-Wolfgang Nörr) – Schulte, II, 130ff.; Kuttner, SZKan 56 (1937), 471-489; Diz. biogr. ital. IX, 274f.

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