ALCIAT,A.(1492-1550), Paradoxa, Mailand – Basel – Lyon 1518-1543.

ALCIAT,A.(1492-1550), Paradoxa, Mailand - Basel - Lyon 1518-1543.

ALCIAT, Andreas (1492-1550), Paradoxorum ad Pratum Lib. VI. – Dispunctionum lib. IIII. – In tres posteriores libros Codicis Iustiniani – De eo quod interest – Praetermissorum libri II. – Declamatio una. Ex secunda Authoris recognitione: Paradoxa – Dispunctiones – In tres posteriores Codicis – De eo quod interest – Praetermissa – Declamatio – De Stipulationum divisionibus commentariolus. (Angebunden:) Marcus Tullius CICERO, Paradoxa (Venedig 1518) Mailand & Basel & Lyon, Impressa Alexander Minutianus & Apud And.(ream) Cratandrum, 1518-1543 Quart. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2014) Insgesamt 1.266 S. 5 Teile in einem Halbleinenband. Order-no.: IC-91 ISBN 978-3-86303-218-0 lieferbar / available

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SAMMELBAND bestehend aus: Mailand 1518, 20. Januar: impressa Alexander Minutianus Basel 1523, Februar: apud Andream Cratandrum: ex secunda Authoris recognitione Basel 1531, September: in officina Andreae Cratandri: ex novissima Autoris recognitione Lyon 1543: apud Sebastianum Gryphium: ex novissima recognitione Autoris (CICERO) Venedig 1518, 23. Mai: sumptu miraque diligentia Georgii de Rusconibus Mediolanensis Andrea Alciati, famous Italian Jurist, was born in Alzano near Milan on the 12th January 1492. He displayed great literary skill in exposition of the laws, and was one of the first interpret the civil law by the history, languages and literature of antiquity, and to substitute original research for the servile interpretations of the medieval scholastic jurisprudence. He published many legal works. He died at Pavia in 1550. The first work, which Alciati published, was the Paradoxa and together with some little works. This publication was the reason of his early great reputation. The first edition, Milan 1518, is a very rare print. The collected prints demonstrate the development of this work and the corrections of Alciat. Die rasche Veröffentlichung seiner ersten Schriften in Mailand, die Alciat in einem Sammelband publiziert hat, müssen im Vorfeld seiner Berufungsverhandlungen mit der Stadt Avignon gesehen werden. Schließlich gelang dem bis dahin in Mailand als Rechtsanwalt tätigen Alciat der ersehnte Schritt an eine Universität; er wurde zunächst für zwei Jahre in Avignon als Rechtslehrer verpflichtet, die nochmals für zwei Jahre verlängert wurden, aber durch den Ausbruch der Pest Einschränkungen erfuhr. Die Paradoxa von Mailand waren ein hastiger Druck, vermutlich in geringer Auflage und daher heute ein extrem seltener Druck. Trotzdem begründete der Sammelband mit dem faszinierenden Titel Paradoxa den Rang Alciats als europäischem Gelehrten, von dem auch künftig wichtige Impulse erwartet werden (so auch Zasius). Nach dem Abschluß eines Zweijahresvertrages in Avignon begann Alciat seine Vorlesungen im Herbst 1518. Drucker: Alexander Minutianus (ca. 1495-1521), wichtiger Drucker zu Mailand, der 1469 erstmals ein Buch gedruckt hat. Seit 1495 druckte Minutianus selbständig (vorher in der Druckwerkstatt von Antonio Zarotti, 1472-1504) vor allem antike Klassiker wie Livius, Ovid oder Tacitus, aber auch Werke von Petrarca. Berühmt die Editio princeps der opera omnia Ciceronis in den Jahren 1498-99. Bei Alciat studierte auch der Druckersohn Bonifacius Amerbach, der Alciat sogleich bedrängte, einen Druck in Basel in Auftrag zu geben. Die Editio secunda wurde von Bonifacius Amerbach an Cratander vermittelt. Gleich bei seiner ersten Begegnung mit Alciat im Frühjahr 1520 warb Alciat für eine zweite Auflage bei einem Baseler Drucker. Froben wollte den Druck nicht übernehmen (Anfrage von Amerbach vom 13. Juli 1520 aus Avignon), so dass Andreas Cratander (= Andreas Hartmann) die Edition übernahm. Cratander (gest.1540) vollendete seinen ersten Druck im September 1518 und sah dem Auftrag ungeduldig entgegen: Caeterum D. Alciati lucubrationes expecto sitibundus. Alciat kannte Cratander nicht: „…sed nescio quem alium nomine Andream, eius cognomen non teneo.“ Im Januar 1521 gelangte das von Alciat durchkorrigierte Exemplar des Minutianus-Druckes von 1518 nach Basel zu Cratander. Amerbach übermittelte Cratander Druck- und Gestaltungsanweisungen von Alciat, die Cratander kaum befolgte, auch verkleinerte er die Ausgabe entgegen den Vorstellungen Alciats: Mailänderdruck: 38,2x27,2cm Cratander-Druck: 33,1x21,6cm. Der Druck verzögerte sich jedoch erheblich, trotz des Drängens vieler Gelehrter, etwa von Claudius Cantiuncula: Cratander cessator et cunctator magnus in edendis Alciati opusculis.26 Cratander konnte erst im Herbst 1522 eine Probeseite nach Avignon schicken. Und endlich im Februar 1523 wurde der Druck bei Cratander vollendet. Möglicherweise hemmte Cratander das Wissen um die Vorlesungsunterbrechung Alciats im Jahre 1521 in Avignon wegen der Pest und seine Rückkehr nach Mailand. 1522 scheiterten die Vertragsverhandlungen Alciats mit Avignon bezüglich einer Verlängerung des Vertrages. Alciat betrieb von 1522 bis 1527 eine Anwaltskanzlei in Mailand.

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