BETHMANN-HOLLWEG,M.A.v., Der Civilprozeß des gemeinen Rechts. Bonn 1864.

BETHMANN-HOLLWEG, Moritz August von (1795-1877), Professor zu Bonn, Der Civilprozeß des gemeinen Rechts in geschichtlicher Entwicklung. Erster (...sechster) Band. Bonn, bei Adolph Marcus, 1864-74. Oktav. zusammen 2.800 S. (Nachdruck Vico Verlag Frankfurt am Main 2016) 6 Teile in vier Halbleinenbänden. Order-no.: Sav-68 ISBN 978-3-86303-596-9 lieferbar / available

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I-III: Der römische Civilprozess 1: Legis Actiones 2: Formulae 3: Cognitiones IV-VI: Der germanisch-romanische Civilprozess im Mittelalter 1: Vom fünften zum achten Jahrhundert. Die Staaten der Völkerwanderung. 2: Vom achten zum elften Jahrhundert. Die Carolinger und ihre Nachfolger (in Italien) 3: Vom zwölften zum fünfzehnten Jahrhundert. Erste Abtheilung (mehr nicht erschienen!) M.A.v. Bethmann-Hollweg, der nächste Freund und Mitarbeiter Savignys und letzte große Rechtsgelehrte aus der Anfangszeit der historischen Rechtsschule, wurde in Frankfurt am Main als Sohn des Bankiers Johann Jakob Bethmann-Hollweg geboren. Seine Rechtsstudien begannen bei Gustav Hugo in Göttingen, bevor er zu Savigny nach Berlin wechselte. 1817 reiste er nach Verona, um Göschen bei den Arbeiten der Entzifferung der Gaius Institutionen zu helfen. Nach seiner Promotion in Göttingen habilitierte er sich 1819 in Berlin. 1820 wurde er in Berlin zum Extraordinarius ernannt, drei Jahre später folgte die Beförderung zum Ordinarius und schließlich wurde er 1827 Rektor der Berliner Universität. Die Hinwendung zum Zivilprozess geschah auf Rat von Savigny, der die gesamte Rechtswissenschaft mit seiner historischen Rechtsschule zu erfassen suchte. Bethmann-Hollweg erfasste Quellen und Rechtsdogmaikt des Zivilprozesses und durchdrang das gesamte rechtsgebiet auf der Grundlage der historischen Rechtsschule. 1829 nahm er auf Drängen seiner Mutter einen Ruf an die neugegründete Universität zu Bonn an. 1845 wurde er Mitglied des preußischen Staatsrates und trat auf Wunsch von Savigny in die preussische gesetzgebungskommission ein. am 6. November 1845 erfolgte er seine Ernennung zum preußischen Kulturminister. Dieses Amt bekleidete er bis zum Amtsantritt von Otto von Bismarck am 9. Mai 1862. Nach der Aufgabe seines Minsiteramtes zog sich Bethmann-Hollweg mehr und mehr ins Privatleben zurück. Nunmehr entstand sein opus magnume, sein Hauoptwwerk, die Darstellung des gemeinen Civilprozesses in geschichtlicher Entwicklung. Am 14. Juli 1877 starb er auf Schloß Rheineck bei Bonn.

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